LIEBESGRÜSSE AUS PEKING Gwok Chaan Ling Ling Chat
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HONGKONG • 1994 84 MIN • FSK 16 ACTIONKOMÖDIE
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| ALTERNATIVTITEL | | From Beijing With Love |
| REGIE | | Stephen Chow Sing-Chi, Lee Lik-Chi |
| DREHBUCH | | Vincent Kok Tak-Chiu, Lee Lik-Chi |
| DARSTELLER | | Stephen Chow Sing-Chi, Anita Yuen Wing-Yee,
Pauline Chan, Law Kar-Ying, Wong Kam-Kong, Yu Rong Guang, Joe Cheng, Wong Yat-Fei,
Johnny Tang, Lee Kin-Yan, Lee Lik-Chi, Leung Si Ho |
| WERTUNG | |  |
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KOMMENTAR | |
Agentenfilme wie James Bond schreien ja geradezu nach Persiflagen und demzufolge gibt es auch einige Filme, die dieses Genre veralbern. Auch im Fernen Osten hat das
zu herrlich komischem Filmmaterial inspiriert. Im vorliegenden Fall handelt es sich also um Liebesgrüße aus Peking, von keinem Geringeren als
Hongkongs Oberspaßmacher persönlich: Stephen Chow.
Als Chinas Geheimdienst ein wertvoller Saurierschädel entwendet wird, schickt der Boss der Truppe nach dem letzten Geheimagenten aus—Ling Ling Chat (unser chinesischer 007
Stephen Chow). Der steckt erfreut sein Metzgerbeil ein, verlässt seinen Fleischstand auf einem Markt in Shenzhen und lässt sich vom verrückten Erfinder Da Mansai mit
allerhand nützlicher Erfindungen ausstatten—wie ewa einer Taschenlampe, die nur bei Tageslicht funktioniert, ein Fön, der wie ein Rasierapparat aussieht oder ein Koffer, den
man zum Hocker umbauen kann. Mit altmodisch geschnittenem Anzug, knallbunter Krawatte und grottiger Retrosonnenbrille ausgestattet fliegt Ling Ling Chat nun nach Hongkong,
um seinen Mittelsmann zu treffen—die schöne Kam (Anita Yuen). Was keiner ahnt: Der Chef des Geheimdiensts persönlich will Ling Ling Chat aus dem Weg haben und genau aus
diesem Grund soll Kam Ling Ling Chat auch töten, was dieser nur viel zu spät begreift.
Wie bei Stephen Chows Filmen üblich bleibt es nicht lange ernst, und auch die Handlung ist nur zweitrangig. Um den abstrusen Aufhänger (den entwendeten Saurierschädel) geht
es demnach nicht lange. Zwar begleitet man Ling Ling Chat bald schon auf seiner Mission nach Hongkong, um den Dieb des Schädels zu finden, ergötzt sich dabei aber eher an
einem etwas dümmlichen Geheimagenten, lustigen Zeitlupen, billigen Absteigen mit transigen Prostituierten und Häkeldeckchen-Chic im Militärbüro. Viele Figuren und Elemente
im Film haben ihre Vorbilder natürlich aus James-Bond-Filmen, so dass sich der Kenner dieser Werke sicher auch an all den Anspielungen erfreut. Leider fehlen Liebesgrüße
aus Peking ein wenig die ganz großen Brüller. Heimliche Highlights in Sachen Humor sind deshalb sicherlich der kleine Reispudding-Dialog im Restaurant sowie Da Mansais
Superwaffe, in der zehn andere Superwaffen vereint sind. Etwas übertrieben wird es hingegen gegen Ende, wenn der Oberbösewicht in seinem unbezwingbaren Androidenkostüm gegen
Ling Ling Chat antritt.
Trotz infantiler Späße ist der Film in manchen Szenen recht brutal, so dass der Streifen dann doch nichts für Kinder ist. Das sinnlose Töten von Statisten mit kleinen
Sprechrollen oder auch die Hinrichtungsszene gegen Schluss sind in ihrer Eindringlichkeit für eine Komödie eher unüblich. Insgesamt bleibt es aber doch recht witzig. Die
deutsche Synchronisation nimmt dann noch so mancher Szene ein wenig die Dynamik, gilt für einen asiatischen Film aber (leider) doch als recht akzeptabel.
Liebesgrüße aus Peking ist nicht nur ein Riesenspaß für Fans und/oder Hasser von James-Bond-Filmen, sondern auch für alle, die sich auf simple Weise von Stephen Chow
als coolen Geheimagenten unterhalten lassen wollen. Mit gerade einmal 84 Minuten ist die Parodie nur leider viel zu kurz geraten.
© Shaoshi, 12. März 2009 |
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