LittleBigAsia.com - Monster des Grauens greifen an (1970)
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MONSTER DES GRAUENS GREIFEN AN
Gezora-Ganime-Kameba: Kessen! Nankai No Daikaiju



JAPAN • 1970
90 MIN • FSK 12
MONSTERFILM


REGIEInoshiro Honda
DARSTELLERAkira Kubo, Atsuko Takahashi, Yukiko Kobayashi, Kenji Sahara, Yoshio Tsuchiya, Yu Fujiki, Noritake Saito, Yuko Sugihara, Sachio Sakai, Chotaro Togin, Wataru Omae, Tetsu Nakamura
WERTUNG6/10

KOMMENTAR

Wer Monsterfilme und/oder Trash liebt, sollte sich Monster des Grauens greifen an vom Godzilla-Schöpfer Inoshiro Honda nicht entgehen lassen.

Nach einer kurzen Expedition ins Trickfilmweltall wird eine Raumkapsel von einer außerirdischen Lebensform in Gestalt eines blauen Glitzernebels übernommen und stürzt irgendwo auf der Erde ins Meer. Zur selben Zeit machen sich Dr. Kyoichi (Yoshio Tsuchiya), seine Assistentin Ayako (Atsuko Takahashi) und der Sensationsfotograf Kudo (Akira Kubo) in Begleitung des angeblichen Eingeborenenforschers Obata (Kenji Sahara) zu einer abgelegenen Insel nicht unweit der Absturzstelle der Kapsel auf, um aus dem Inselidyll ein Urlaubsparadies zu machen. Die Handvoll Eingeborener, die auf der Insel leben, sind in Angst und Schrecken, ist doch erst vor kurzem ein Fischer von einem Riesenkrake ins Meer gezogen worden. Der Frieden scheint vorüber, als der Riesenkrake Gezora angreift. Und bei dem bleibt es nicht—denn die blaue Glitzerwolke kann sich in jede beliebige Lebensform einnisten, und hat nur ein Ziel: die Erde zu erobern.

Inoshiro Hondas Spätwerk zeichnet sich leider nicht durch unverbrauchte Ideen aus. Die Bedrohung aus dem Weltall hat er bereits in mehreren Science-Fiction-Filmen aufgearbeitet und Riesenkrebs Ganime erinnert verdächtig an Ebirah aus den Godzilla-Filmen. Naiven Eingeborenenkult gab es auch schon in vielen seiner Filme zu sehen, wird in Monster des Grauens greifen an aber wenigstens nicht durch unnötige Tanzeinlagen künstlich in die Länge gezogen.

Der geneigte Zuschauer kann jedoch durchaus auf seine Kosten kommen, wenn er auch inszenatorisch keinen Reißer erwarten darf. Denn die Handlung zieht sich mitunter ganz schön. Die Monster tauchen zwar in willkommener Regelmäßig auf der Mattscheibe auf, doch die Zeit dazwischen ist nicht unbedingt mit Spannung oder Witz angereichert. Da kann man von Glück reden, dass die Figuren wenigstens einigermaßen erträglich sind. Freilich ist Ayako das emotionsgeladene Weibchen, das schon beim Anblick einer kleinen Schildkröte zu kreischen beginnt und auch sonst unglaublich nutzlos ist. Die Männer hingegen sind echte Kerle, obgleich ihre Dialoge oft ebenso naiv anmuten. Die klischeebeladenen Eingeborenen, die unsere angereisten Japaner als »Teufel« verfluchen, sprechen nur gebrochenes Deutsch und agieren fast noch hölzerner als die Hauptdarsteller. Trotzdem haben die Konflikte zwischen den Figuren genug Potential, um einigermaßen über Handlungslöcher hinwegzuretten.

Die Monsterszenen machen hingegen wieder Spaß. Ein Riesenkrake, der sich plump auf seinen vielen Fangarmen ins Innere der Insel aufmacht ist ebenso witzig wie ein mit seinen Scheren fuchtelnder Krebs oder eine Riesenschildkröte. Zwischen letzteren entbrennt dann auch ein finaler Kampf, der nur leider viel zu kurz ist und auch dank schlechter Kameraarbeit etwas unübersichtlich gestaltet ist. Dank der Monster, die im typischen Godzilla-Stil gehalten sind, ist der Film dann doch noch ganz unterhaltsam.

Monster des Grauens greifen an ist bierernster Trash, der ständig unfreiwillig komisch ist. Hölzern agierende Darsteller, die üblichen Klischees und eine teils langatmige Inszenierung trüben den Spaß zwar etwas, aber viele Monster, trashige Szenen und eine absurde Story sorgen beim geneigten Zuschauer für Erheiterung. Wer Godzilla-Filme liebt, wird auch diesen Ableger mögen.

© Shaoshi, 21. Mai 2009

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