MONSTER DES GRAUENS GREIFEN AN Gezora-Ganime-Kameba: Kessen! Nankai No Daikaiju
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JAPAN • 1970 90 MIN • FSK 12 MONSTERFILM
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| REGIE | | Inoshiro Honda |
| DARSTELLER | | Akira Kubo, Atsuko Takahashi,
Yukiko Kobayashi, Kenji Sahara, Yoshio Tsuchiya, Yu Fujiki,
Noritake Saito, Yuko Sugihara, Sachio Sakai, Chotaro Togin, Wataru Omae, Tetsu Nakamura |
| WERTUNG | |  |
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KOMMENTAR | |
Wer Monsterfilme und/oder Trash liebt, sollte sich Monster des Grauens greifen an vom Godzilla-Schöpfer Inoshiro Honda
nicht entgehen lassen.
Nach einer kurzen Expedition ins Trickfilmweltall wird eine Raumkapsel von einer außerirdischen Lebensform in Gestalt eines blauen
Glitzernebels übernommen und stürzt irgendwo auf der Erde ins Meer. Zur selben Zeit machen sich Dr. Kyoichi (Yoshio Tsuchiya), seine
Assistentin Ayako (Atsuko Takahashi) und der Sensationsfotograf Kudo (Akira Kubo) in Begleitung des angeblichen Eingeborenenforschers Obata
(Kenji Sahara) zu einer abgelegenen Insel nicht unweit der Absturzstelle der Kapsel auf, um aus dem Inselidyll ein Urlaubsparadies zu machen.
Die Handvoll Eingeborener, die auf der Insel leben, sind in Angst und Schrecken, ist doch erst vor kurzem ein Fischer von einem Riesenkrake
ins Meer gezogen worden. Der Frieden scheint vorüber, als der Riesenkrake Gezora angreift. Und bei dem bleibt es nicht—denn die blaue
Glitzerwolke kann sich in jede beliebige Lebensform einnisten, und hat nur ein Ziel: die Erde zu erobern.
Inoshiro Hondas Spätwerk zeichnet sich leider nicht durch unverbrauchte Ideen aus. Die Bedrohung aus dem Weltall hat er bereits in mehreren
Science-Fiction-Filmen aufgearbeitet und Riesenkrebs Ganime erinnert verdächtig an Ebirah aus den Godzilla-Filmen. Naiven Eingeborenenkult
gab es auch schon in vielen seiner Filme zu sehen, wird in Monster des Grauens greifen an aber wenigstens nicht durch unnötige
Tanzeinlagen künstlich in die Länge gezogen.
Der geneigte Zuschauer kann jedoch durchaus auf seine Kosten kommen, wenn er auch inszenatorisch keinen Reißer erwarten darf. Denn die
Handlung zieht sich mitunter ganz schön. Die Monster tauchen zwar in willkommener Regelmäßig auf der Mattscheibe auf, doch die Zeit
dazwischen ist nicht unbedingt mit Spannung oder Witz angereichert. Da kann man von Glück reden, dass die Figuren wenigstens einigermaßen
erträglich sind. Freilich ist Ayako das emotionsgeladene Weibchen, das schon beim Anblick einer kleinen Schildkröte zu kreischen beginnt und
auch sonst unglaublich nutzlos ist. Die Männer hingegen sind echte Kerle, obgleich ihre Dialoge oft ebenso naiv anmuten. Die
klischeebeladenen Eingeborenen, die unsere angereisten Japaner als »Teufel« verfluchen, sprechen nur gebrochenes Deutsch und agieren fast
noch hölzerner als die Hauptdarsteller. Trotzdem haben die Konflikte zwischen den Figuren genug Potential, um einigermaßen über
Handlungslöcher hinwegzuretten.
Die Monsterszenen machen hingegen wieder Spaß. Ein Riesenkrake, der sich plump auf seinen vielen Fangarmen ins Innere der Insel aufmacht ist
ebenso witzig wie ein mit seinen Scheren fuchtelnder Krebs oder eine Riesenschildkröte. Zwischen letzteren entbrennt dann auch ein finaler
Kampf, der nur leider viel zu kurz ist und auch dank schlechter Kameraarbeit etwas unübersichtlich gestaltet ist. Dank der Monster, die im
typischen Godzilla-Stil gehalten sind, ist der Film dann doch noch ganz unterhaltsam.
Monster des Grauens greifen an ist bierernster Trash, der ständig unfreiwillig komisch ist. Hölzern agierende Darsteller, die
üblichen Klischees und eine teils langatmige Inszenierung trüben den Spaß zwar etwas, aber viele Monster, trashige Szenen und eine absurde
Story sorgen beim geneigten Zuschauer für Erheiterung. Wer Godzilla-Filme liebt, wird auch diesen
Ableger mögen.
© Shaoshi, 21. Mai 2009 |
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